Advertorial: Definition und Anleitung

Laut Studien geben Unternehmen bis zu 7–8 % ihres Jahresumsatzes für Marketing aus – und über 20 % allein für Werbung. Eine weitere Untersuchung zeigt, dass kleine Unternehmen mindestens 1.000 $ pro Monat für Werbung und Marketing investieren sollten.

Fragst du dich, warum? Hochwertige Werbung ermöglicht es Marketing- und Werbeteams, die Markenbekanntheit zu steigern und die Zielgruppe effektiv zu erreichen. Außerdem sind Advertorials ein wichtiger Bestandteil deiner Marketingstrategie – sie helfen dir, Leads zu generieren, Vertrauen zur Marke aufzubauen und deinen ROI zu steigern.

Wenn du mit dem Konzept von Advertorials noch nicht vertraut bist, solltest du unbedingt lernen, wie du sie richtig einsetzt und erstellst, um deine Werbeausgaben optimal zu nutzen. Im Folgenden erklären wir, was Advertorial-Werbung ist, wie sie sich von Sponsored Content unterscheidet und zeigen dir Beispiele. Später im Artikel erfährst du, wie du Advertorials verwenden kannst, wie du eines erstellst und beantworten häufige Fragen:

 

Was ist ein Advertorial?

Advertorials sind bezahlte Werbeanzeigen, die wie redaktionelle oder journalistische Beiträge gestaltet sind. Der Begriff setzt sich zusammen aus „advertisement“ (Werbung) und „editorial“ (Leitartikel) und liefert tiefgehende Informationen, die sich nahtlos ins restliche Medienumfeld einfügen.

Die meisten Marketing- und Werbeprofis nutzen Advertorials, um potenzielle Kunden zu informieren, die Markenbekanntheit zu erhöhen und ihre Reichweite zu vergrößern. Außerdem können Advertorials in Zeitungen, Magazinen, Videoanzeigen und auf Webseiten veröffentlicht werden.

Je nach Zielsetzung und Bedarf können Advertorials in verschiedenen Formaten und Stilen gestaltet sein!

 

Advertorial vs. Sponsored Content

Oft werden Advertorials mit Sponsored Content verwechselt, doch es handelt sich um zwei unterschiedliche Werbeformen. Der Hauptunterschied liegt im Autor: Sponsored Content wird von Publishern verfasst, während Advertorials direkt von Marken erstellt werden.

Advertorials eignen sich besonders für Marken, die die volle Kontrolle über ihre Inhalte behalten möchten, um so die Kommunikation mit Kunden und die Markenbekanntheit gezielt zu stärken. Sponsored Content hingegen ist ideal für Unternehmen, die Inhalte lieber über renommierte Publisher veröffentlichen.

 

Solltest du Advertorials nutzen?

Advertorials in deine Content-Marketing-Strategie einzubauen, hilft dir, deine Markenpräsenz zu steigern und mehr Leads zu generieren. Und das ist noch nicht alles!

Darum brauchst du Advertorials:

  • Steigerung der Markenbekanntheit

Advertorials sind eine sehr effektive Methode, um deine Marke sichtbarer zu machen. Sie sind kostengünstiger und effizienter als klassische Radio- oder TV-Werbung und erhöhen gleichzeitig deine Reichweite.

Außerdem haben Advertorials den Vorteil, dass sie deine Zielgruppe noch lange nach der Veröffentlichung erreichen und organischen Traffic generieren.

  • Mehr Engagement

Advertorials sind besonders fesselnd, weil sie mehr Details liefern. Informative und aufmerksamkeitsstarke Inhalte sind entscheidend, denn Leser interagieren eher mit wertvollen Beiträgen.

Außerdem brauchen erfolgreiche und spannende Advertorials mehr als nur verlinkte Videos oder Textinhalte – zum Beispiel Quizze, ansprechende Grafiken und klickbare Links.

  • Es hilft dir, Leads zu konvertieren

Ein Advertorial ist eine wichtige Marketingstrategie, um Leads zu konvertieren und organischen Traffic anzuziehen, weil es eher Kunden anspricht, die bereits Interesse an deinem Angebot haben. Außerdem kannst du deine Leadgenerierung verbessern, indem du Advertorials gezielt platzierst.

Beispielsweise können Marketer Blogs und Webseiten kontaktieren, die Produkte oder Dienstleistungen promoten oder besprechen, die deine Marke anbietet.

 

Vor- und Nachteile von Advertorials

Diese Tabelle hebt die wichtigsten Vorteile und Herausforderungen hervor, mit denen Publisher konfrontiert sind, wenn sie Advertorials in ihre Content-Strategie integrieren.

Vorteile
Mehr Umsatz: Advertorials bieten eine zusätzliche Einnahmequelle durch gesponserte Inhalte.
Fesselnder Content: Sie fügen sich oft nahtlos in redaktionelle Inhalte ein, halten Leser bei der Stange und reduzieren Werbemüdigkeit.
Bessere Zielgruppenansprache: Advertorials ermöglichen es Publishern, gesponserte Inhalte an die Interessen ihrer Leser anzupassen – so steigt die Relevanz und Wirksamkeit.
Verbessertes SEO-Potenzial: Gut gemachte Advertorials mit wertvollem Inhalt ziehen organischen Traffic an und verbessern das Ranking bei Suchmaschinen.
Nachteile
Risiko für Glaubwürdigkeit: Schlechte Advertorials können dem Ruf des Publishers schaden, wenn Leser sie als zu werblich oder irreführend empfinden.
Vertrauensverlust: Wenn Advertorials nicht klar als Werbung gekennzeichnet sind, kann das zu Misstrauen bei den Lesern führen.
Hoher Aufwand: Gute Advertorials zu erstellen erfordert Zeit, Einsatz und enge Zusammenarbeit zwischen Redaktion und Marketing.
Reaktion der Leserschaft: Wenn Leser das Gefühl haben, dass der Publisher die Werbekunden mehr priorisiert als ihre Interessen, kann das zu Unzufriedenheit und Vertrauensverlust führen.

 

Wie erstellt man ein Advertorial?

Hier ein paar Tipps und Tricks, wie du ein überzeugendes Advertorial gestalten kannst:

  1. Lerne deine Leser kennen – Finde heraus, wie deine Zielgruppe über dein Produkt, deine Dienstleistung oder deine Marke denkt und fühlt – zum Beispiel durch Social Listening, Foren, Bewertungen und Umfragen. Identifiziere beliebte Themen, Geschichten und Probleme, die Menschen online teilen, um Ideen zu sammeln, wie dein Advertorial ihre Bedürfnisse trifft. Außerdem kannst du dir die Top- und Flop-Bewertungen anschauen, um zu verstehen, was Kunden an deinem Angebot mögen oder kritisieren.
  2. Weniger Werbung, mehr Mehrwert – Dein Advertorial sollte keine plumpe oder aufdringliche Werbung sein, sondern wertvolle Informationen bieten. Lege vor dem Erstellen des Inhalts fest, welche Ziele du verfolgst und wie du deine Zielgruppe mit tiefgründigen Details unterstützen kannst. So kannst du informativen und packenden Content schreiben, der deine Leser wirklich anspricht.
  3. Locke deine Leser – Motiviere deine Zielgruppe mit einem exklusiven Angebot oder einem attraktiven Anreiz, dein Produkt oder deine Dienstleistung auszuprobieren oder zu kaufen. Verstehe die Bedürfnisse, Wünsche und Herausforderungen deiner Kunden, damit dein Advertorial genau darauf eingeht. Zusätzlich kannst du durch klickbare Links, die zu einem Quiz führen, oder ein langes, spannendes Video die Leser zum Handeln animieren.

 

Beispiele für Advertorials

Hier einige Beispiele, die dich inspirieren, großartige Advertorials zu erstellen:

  • Forbes Advertorial

dorbes-advertorial

Forbes ist ein hervorragendes Beispiel für gut geschriebene, informative und fesselnde Advertorials. Das renommierte Medienunternehmen ermöglicht Marken, hochwertigen Content unter der Rubrik „Paid Program“ zu veröffentlichen.

Dadurch sind Advertorials klar vom redaktionellen Inhalt durch eine eigene Unterüberschrift getrennt.

  • Wired Advertorial

Lass deiner Kreativität freien Lauf und wirf einen Blick auf die Advertorials von Wired. In diesem Magazin sind Advertorials unter dem Titel „Partner Content“ gekennzeichnet.

  • The New York Times Advertorial

ny times advertorial

Die New York Times bietet ein weiteres großartiges Beispiel, wie Advertorials nahtlos in eine angesehene Publikation integriert werden können. Die Advertorials sind als „Sponsored“ gekennzeichnet und werden mit dem gleichen journalistischen Qualitätsanspruch wie die redaktionellen Beiträge erstellt. So bleiben sie informativ und spannend, während sie klar vom regulären Inhalt der Zeitung getrennt sind.

  • The Guardian Advertorial

guardian advertorial

The Guardian überzeugt mit hochwertigen Advertorials, die Bildungs- und Werbeinhalte geschickt verbinden. Diese Beiträge sind unter der Überschrift „Advertiser Content“ gekennzeichnet und bieten den Lesern echten Mehrwert, während sie gleichzeitig die Botschaft einer Marke vermitteln. Die Inhalte werden mit journalistischer Integrität erstellt, sodass sie bei der Leserschaft von The Guardian gut ankommen.

  • BuzzFeed Advertorial

buzzfeed advertorial

BuzzFeed Advertorials bieten eine spaßige und fesselnde Art der Markenpromotion, oft in Form von Quizzen, Listenartikeln oder unterhaltsamen Beiträgen. Diese Advertorials sind mit dem Label „Sponsored“ gekennzeichnet, sodass klar ist, dass es sich um bezahlte Inhalte handelt – dabei bleibt der Ton locker und ansprechend, was besonders die jüngere BuzzFeed-Zielgruppe anspricht.

 

Wichtige Erkenntnisse: Advertorials

  • Ein Advertorial ist eine bezahlte Werbeanzeige, die wie redaktioneller oder journalistischer Content wirkt.
  • Sie verbinden Werbung und Redaktion, liefern wertvolle Informationen und ahmen Webseiten oder Artikel nach.
  • Advertorials helfen Unternehmen, die Markenbekanntheit zu steigern, die Reichweite zu erhöhen und die Lead-Generierung zu verbessern.
  • Beim Erstellen eines Advertorials sollten Unternehmen die Vorlieben, Herausforderungen und Interessen ihrer Zielgruppe genau kennen, damit der Inhalt optimal passt.

 

FAQ Advertorials

Advertorials sind bezahlte Werbeanzeigen, die wie Webseiten, Artikel oder Videos aussehen. Obwohl sie detaillierte Informationen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung enthalten, ist ihr Hauptzweck, genau dieses Produkt oder diese Dienstleistung zu bewerben. Advertorials konzentrieren sich darauf, ein Produkt oder eine Dienstleistung an den Verbraucher zu kommunizieren, die Engagement-Rate zu verbessern und die Markenbekanntheit zu stärken.
Ein Advertorial ist eine Marketingtechnik, bei der Anzeigen so gestaltet sind, dass sie wie redaktionelle Beiträge in Publikationen wirken. Obwohl es sich um bezahlte Werbung handelt, erscheinen sie im Stil eines Nachrichtenartikels.
Advertorials bewegen sich in einer Grauzone, die von der Absicht des Unternehmens abhängt. Technisch gesehen sind sie „ethisch“, aber ihre Ethik basiert auf Transparenz, Ehrlichkeit und Absicht.
Ein Advertorial verbindet Werbung mit redaktionellen Inhalten, liefert wertvolle Informationen und bewirbt subtil ein Produkt oder eine Dienstleistung. Im Gegensatz zu klassischen Werbeanzeigen, die offen werbend sind, zielen Advertorials darauf ab, Leser durch nützliche oder unterhaltsame Inhalte einzubinden – dadurch sind sie weniger aufdringlich und überzeugender.
Branchen wie Mode, Gesundheit und Wellness, Technologie und Reisen profitieren besonders von Advertorials. Diese Sektoren setzen stark auf Storytelling und visuelle Ansprache, wodurch Advertorials eine effektive Möglichkeit bieten, Produkte oder Dienstleistungen zu präsentieren und gleichzeitig die Zielgruppe zu informieren oder zu inspirieren.
Ja, Advertorials müssen Werberichtlinien einhalten, z. B. klar offenlegen, dass es sich um gesponserte Inhalte handelt. In den USA verlangt die Federal Trade Commission (FTC), dass Advertorials mit Labels wie „Sponsored“ oder „Paid Advertisement“ gekennzeichnet werden, um Transparenz zu gewährleisten und Verbraucher vor Irreführung zu schützen.

 

Quellen

https://www.investopedia.com/terms/a/advertorial.asp

https://blog.hubspot.com/marketing/blog-versus-advertorial

https://www.feedough.com/advertorial-definition-types-examples/

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